Editionsprojekte

Altertum

  • Am 10. März 1931 machte das Grabungsteam der ›Missione Archeologica Italiana in Egitto‹ unter der Leitung von Carlo Anti in Tebtynis am Südrand des Fayums einen aufsehenerregenden Fund, als in einem unterirdischen Gewölbe unzählige Papyrusbruchstücke zum Vorschein kamen, welche Angehörige des Sobek-Tempels dort deponiert hatten. Das DFG-Leibniz-Teilprojekt hat die Erstedition eines dieser Papyri zum Ziel, welcher ein demotisches und bislang unbekanntes Regelwerk zur administrativen Organisation eines ägyptischen Tempels wiedergibt.

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  • Ziel des Forschungsvorhabens ist die Edition der bislang unveröffentlichten und ungelesenen literarischen Keilschrifttexte, die bei den Ausgrabungen in Assur, der im heutigen Nordirak gelegenen Hauptstadt des assyrischen Reiches, zutage kamen. Das Inschriftenmaterial, das aus dem Zeitraum vom späten 3. Jahrtausend v. Chr. bis zur Zerstörung Assurs im Jahr 614 v. Chr. stammt, wird in der Reihe Keilschrifttexte aus Assur literarischen Inhalts (KAL) vorgelegt. Die jeweils bestimmten Textgattungen gewidmeten Bände enthalten gezeichnete keilschriftliche Faksimiles (Autographien) und Photographien der Tontafeln, Textbearbeitungen (Transliterationen, Übersetzungen und Kommentare) sowie Essays, Glossare und Indices, die das vorgelegte Textcorpus erschließen.

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  • Gegenstand des Forschungsvorhabens ist die kommentierte Edition bislang unpublizierter Fragmente osirianischer Rituale in Papyri der Spätzeit und der Griechisch-Römischen Zeit. Die bereits vor Jahren in Zusammenarbeit mit Marc Coenen (Leuven) begonnene Bearbeitung einer Langversion der Lamentations of Isis and Nephthys, deren membra disiecta sich in London, Oxford und Liverpool befinden, bildet den Kern der geplanten Publikation. Einige Fragmente von Klageliedern sind mir durch Hinweise von Kollegen bekanntgeworden, zahlreiche weitere sind durch die systematische Sichtung von Archivbeständen in Museen und Institutionen hinzugekommen.

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  • Gegenstand des Teilprojektes ist die Edition unpublizierter Ritualtexte der Römerzeit in hieratischer Schrift aus der Tempelbibliothek von Tebtynis. Die Texte befinden sich heute in der Papyrus Carlsberg Collection der Universität Kopenhagen, dazugehörige Fragmente liegen in den Papyrussammlungen von Berlin, Florenz, Yale und Oxford.

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  • Der pCarlsberg 417 stammt aus der großen Tempelbibliothek von Tebtynis und wurde von O. Lange  am 14. März 1931 für die Carlsberg Foundation erworben. Einige Fragmente, die sich heute im Besitz des »Istituto Papirologico Vitelli« in Florenz befinden, können dem pCarlsberg 417 zugeordnet werden.

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  • Der pCarlsberg 158 stammt aus dem Antikenhandel.  Es besteht jedoch kein Zweifel, dass er ursprünglich Bestandteil der großen Tempelbibliothek von Tebtynis war, die Carlo Anti bei seinen Grabungen nördlich des Tempels des Soknebtynis am am 10. März 1931 fand.

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  • ► mit Videointerview
    Im Laufe der letzten 10 Jahre hat das IDP Projekt den Inhalt aus drei unterschiedlichen Projekten im Bereich der Papyrologie (das DDbDP, HGV und APIS) in eine TEI / EpiDoc konformen XML strukturierten Daten umgewandelt. Somit konnten die Projekte besser miteinander verknüpft werden. Die Daten sind auch dadurch viel besser für die Zukunft aufgehoben. Ein Editor für alle Bereiche, Text, Metadata und Bildaufbereitung wurde auch entwickelt. Ebenfalls neugestaltet wurden eine Suchmachine und Anzeige der Daten. Alle Daten und das ganze Code ist Open Source und auf Github zugänglich.

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  • Das Mundöffnungsritual wurde 1960 von E. Otto anhand von 87, v. a. aus Gräbern stammenden Textzeugen publiziert. Diese Publikation hat der Ägyptologie 50 Jahre lang gute Dienste erwiesen, erweist sich inzwischen aber zusehends als unzureichend, da sie weder in der Angabe der Lesungen vollständig zuverlässig ist noch eine real belegte Szenenabfolge abbildet. Eine komplette Neuedition wird deshalb an die Stelle der früheren Bearbeitung treten. Die Monumentalzeugen (insbesondere Gräber) sollen neu kollationiert werden, Detailstudien werden auch genauer über den Aufzeichnungszusammenhang und die Struktur der jeweiligen Szenenauswahl Aufschluß geben.

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  • Das Medium Papier bietet von Natur aus eine nur eingeschränkte Auswertbarkeit. Die auf Papierdokumenten festgehaltenen Informationen benötigen – um nicht nur vom Menschen, sondern auch von Maschinen interpretiert und weiterverarbeitet werden zu können – eine Aufarbeitung, beispielsweise durch das Anfertigen eines Scans und dem Abspeichern desselben als Datei. Über diesen Schritt der Digitalisierung hinaus geht die sogenannte Retrodigitalisierung, im Zuge derer das reine Digitalisat (in diesem Falle die Bilddatei) analysiert und Inhalte daraus zur weiteren, auf digitaler Ebene stattfindenden Verarbeitung extrahiert werden.

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  • Für die Forschung zur Entstehung des Islams ist die früharabische Zeit in Ägypten von großer Bedeutung. Einblicke in den Alltag dieser frühislamischen Welt des 7. und 8. Jahrhunderts bieten zahlreiche aus dieser Zeit stammende Dokumente aus der Papyrussammlung der Universität Heidelberg, die zu den größten derartigen Sammlungen in Deutschland gehört. In einem neuen Forschungsprojekt werden diese bisher wissenschaftlich nicht erschlossenen Papyrusdokumente entziffert, übersetzt und kommentiert. »Über diese Alltagszeugnisse erhalten wir wichtige Einblicke in die erste Phase der Transformation einer christlichen in eine muslimisch geprägte Gesellschaft«, erklärt Lajos György Berkes vom Institut für Papyrologie. Die VolkswagenStiftung unterstützt das auf drei Jahre angelegte Projekt »Zeugnisse einer multikulturellen Gesellschaft: Papyri zum Zusammenleben von Christen und Muslimen im früharabischen Ägypten« mit 264.000 Euro.

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Mittelalter und Frühe Neuzeit

  • ► mit Videointerview
    Die Auswahledition kurzer und mittellanger Minnereden des 13. bis 16. Jahrhunderts bietet erstmalig in Form eines überlieferungsnahen Lesebuches ein repräsentatives Bild des vorwiegend spätmittelalterlichen, umfang- und facettenreichen Minneredenkorpus von rund 600 Texten. Sie wurde auf der Grundlage des ‚Handbuchs Minnereden‘ von Jacob Klingner und Ludger Lieb vorbereitet und führt die philologische Erschließungsarbeit des ‚Handbuchs‘ weiter.

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  • ► mit Videointerview
    Die Edition der Deutschen Schriften Martin Bucers ist der deutsche Zweig des internationalen Vorhabens einer ersten historisch-kritischen Gesamtedition der Werke Martin Bucers, deren beide andere Teile (lateinische Werke und Korrespondenz) an den Universitäten Straßburg (unter Zuziehung eines international besetzten Editorenteams) und Erlangen erarbeitet werden. Die Anfänge der Edition liegen in einer internationalen Kooperation, die in der Nachkriegszeit unter schwierigen Bedingungen begonnen wurde. Mit Unterbrechungen konnte die Edition dank der Förderung durch das Akademienprogramm der Union der Akademien der Wissenschaften vorangebracht werden.

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  • Das Ziel des Projektes besteht zusammengefasst darin, die gesamte, handschriftlich und (in kleinen Teilen) gedruckt überlieferte Korrespondenz des Späthumanisten Nikodemus Frischlin (1547-1590) kritisch zu edieren sowie durch Regesten und Kommentare gründlich zu erschließen. Mit dieser Ausgabe wird nicht nur ein zentraler Teil der Produktion eines wichtigen Autors der deutschen Literatur- und Kulturgeschichte zugänglich gemacht; vielmehr werden darüber hinaus zeittypische Konkurrenz- und Ausschließungsmuster im Zusammenprall höfischer, akademischer und genuin ‚humanistischer’ Interessen zur Zeit des Übergangs von ständischer zu frühabsolutistischer Herrschaftsform bzw. im Kontext der beginnenden Legitimationskrise althumanistischer Lebensentwürfe an einem gut dokumentierten, repräsentativen Einzelfall freigelegt.

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  • Im Rahmen eines kleinen Forschungsprojekts wurden die Gesetze der Stadt Zeitz (in Sachsen-Anhalt), die sich zur Hauptsache in einem bislang weitgehend unbeachtet gebliebenen handschriftlichen Gesetzbuch aus den Jahren 1562–1583 befinden, kritisch ediert und knapp kommentiert. Diese digitale, mit dem Deutschen Rechtswörterbuch verknüpfte Edition wird der frühneuzeitlichen stadt-, landes-, rechts-, kirchen-, kultur-, sitten- und sozialgeschichtlichen, aber auch der sprachgeschichtlichen Forschung in vielfältiger Weise zugute kommen.

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  • Aufgabe der 2002 an der Heidelberger Akademie der Wissenschaften gegründeten Forschungsstelle ist die Edition evangelischer Kirchenordnungen. Hierzu zählen obrigkeitliche Ordnungen und Mandate, mit denen die reformatorische Lehre sowie die an ihr ausgerichteten Regeln des menschlichen Zusammenlebens in Territorien und Reichsstädten eingeführt und durchgesetzt wurden. Die Arbeitsstelle führt das 1902 von Emil Sehling begonnene Editionsprojekt fort, das nach wechselvoller Geschichte immer noch zahlreiche Lücken vor allem im Westen und Norden des Reichs aufweist, die nun geschlossen werden.

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  • ► mit Audiointerview
    Das Forschungsprojekt „Klöster im Hochmittelalter: Innovationslabore europäischer Lebensentwürfe und Ordnungsmodelle“ untersucht Klöster des Mittelalters (11.-13. Jahrhundert) als bedeutende Vordenker und Impulsgeber gesellschaftlicher Neuerungen. Im Zentrum standen die Auseinandersetzung mit dem Leben im Kloster einerseits und seiner Verortung und Verknüpfung mit der Außenwelt andererseits: Wie ließen sich Gott und die Welt erfassen? Wie sammelten, überprüften und ordneten Mönche und Nonnen bekanntes Wissen über ihre eigene, individuelle Welt, ihre Umwelt und schließlich das Jenseits? Welche Organisationsformen, welche normativen Strukturen und welche Denkmuster schufen sie? Wie wirkten diese Deutungsmodelle in die Welt hinein?

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  • Der Humanist und Reformator Philipp Melanchthon (1497–1560) hinterließ – abgesehen von seinen zahlreichen wissenschaftlichen Schriften – eine umfangreiche, ca. 9750 Briefe umfassende Korrespondenz. Diese in einer kritischen und kommentierten Gesamtausgabe zu erschließen, ist die Aufgabe der Melanchthon-Forschungsstelle der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Melanchthons Briefwechsel gewährt Einblicke in den Alltag des vielbeschäftigten Professors und zeigt seine enge Vernetzung mit zahlreichen bedeutenden Gelehrten der Frühen Neuzeit.

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  • Die Plattform ›Welscher Gast digital‹, ein Kooperationsprojekt der Universitätsbibliothek Heidelberg und des Sonderforschungsbereichs ›Materiale Textkulturen‹ der Universität Heidelberg, hat eine umfassende digitale Text-Bild-Ausgabe des ›Welschen Gastes‹ zum Ziel. Der ›Welsche Gast‹ ist die erste umfassende Verhaltenslehre in deutscher Sprache, ein mittelhochdeutsches Gedicht von etwa 15.000 Versen, ausgestattet mit einem reichen Illustrationszyklus. Durch die Bemühung um hohe dokumentatorische Vollständigkeit und Qualität, die konsequente Verwendung aktueller Standards in der Text- und Bildauszeichnung (XML/TEI), deren maßgeschneiderte Applikation auf mittelalterliche text- und bildtragende Artefakte sowie durch die Verfügbarmachung aller Inhalte im Open Access soll das Projekt Modellcharakter haben. Es entsteht in interdisziplinärer Zusammenarbeit zwischen der Germanistik, Kunstgeschichte, Editionswissenschaft und den Digital Humanities. Die aktuell verfügbaren Inhalte der Plattform sind vorläufig und werden sukzessive erweitert.

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  • ► mit Videointerview
    Ziel des Projekts sind die kritische Edition sowie der ausführliche Kommentar der von Johann Fischart unter dem Titel Daemonomania Magorum (1581, 1586, 1591) übersetzten und erweiterten Démonomanie des sorciers (Erstausgabe 1580) des französischen Juristen und Staatstheoretikers Jean Bodin.

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Neuzeit

  • ► mit Videointerview
    Adolf Endler (1930-2009) betrachtete seinen Reisebericht 'Zwei Versuche über Georgien zu erzählen“ (erschienen 1976 im Mitteldeutschen Verlag Halle/Saale) in der Rückschau als einen Durchbruch für sein Schreiben. Der Text rekonstruiert ein literaturhistorisches Unternehmen, das offiziellen und völkerverbindenden Charakter hatte. Rainer Kirsch (geb. 1934) und A.Endler sollten eine Anthologie georgischer Poesie zusammenstellen, d.h. Texte aufgrund von Interlinearen ins Deutsche übersetzen; dazu hielten sich beide, begleitet von Elke Erb (geb. 1938), in den Sommermonaten 1969 in Georgien auf. Dank neuer Materialien aus dem Nachlass ergeben sich Einsichten in den Kontext sowohl der Lyrikanthologie wie des Reiseberichts, die in eine vom Autor schon in Grundzügen skizzierte erweiterte Neuausgabe, die in Zusammenarbeit mit Brigitte Endler entsteht, eingehen sollen.

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  • Die Notizbücher sind der wichtigste noch unveröffentlichte Werkkomplex Bertolt Brechts. Für seinen Schreib- und Denkprozeß haben sie eine Schlüsselfunktion: Sie begleiten seine gesamte Produktion (1918-1956), fast jedes seiner Projekte nimmt hier seinen Ausgang, hier zeigt sich seine Arbeitsweise offen und lebendig.

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  • ► mit Videointerview
    This project is engaged in the systematic examination of the Chinese periodical press as a means of transforming our understanding of the profound changes China experienced during the first four decades of the 20th century. Chinese periodicals of this era remain understudied, even though they dominated the contemporary print market and provide access, through their shifting linguistic, literary, visual, and social registers, to what Raymond Williams has called “actual culture”—the meanings and values of everyday life.

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  • Die Entwicklungen und Ereignisse des Ersten Weltkriegs führten zu einem schlagartigen Ansteigen privater Selbstzeugnisse, d.h. Ego-Dokumente wie Familienkorrespondenzen, Kriegstagebücher, Tagebücher und Memoiren. Insbesondere um den Kontakt zur Familie zu erhalten, aber auch um ihren eigenen Gefühlen Ausdruck zu verleihen, sahen sich sowohl Soldaten als auch daheimgebliebene Angehörige zum Schreiben veranlasst; darunter auch diejenigen, in deren Alltag die Praxis des Schreibens sonst eine untergeordnete Rolle spielte.

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  • Neben dem in Auszügen veröffentlichten Tagebuch von Oskar Rosenfeld und der Getto-Chronik ist die Enzyklopädie der dritte Textzeuge, der exemplarische Aussagen über das Leben und Sterben der Lodzer Getto-Bewohner und die Verarbeitung ihrer Erlebnisse ermöglicht. Die Enzyklopädie ist einer der bedeutendsten und sicherlich ungewöhnlichsten Quellenbestände, den Juden in den nationalsozialistischen Gettos verfasst und hinterlassen haben. Um diesen Bestand der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, wird innerhalb dieses Projektes seine vollständige Veröffentlichung und Kommentierung verfolgt.

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  • ► mit Videointerview
    Die Franz Kafka-Ausgabe (FKA), im Januar 1995 mit einem Einleitungsband begründet und im Herbst 1997 mit der Faksimile-Edition von „Process“ eröffnet, hat zum Ziel, erstmals die gesamte schriftliche Hinterlassenschaft des Prager Autors dokumentarisch zugänglich zu machen. Sämtliche Handschriften und Typoskripte Kafkas werden in Faksimiles wiedergegeben, wobei die Manuskripte mit einer zeichen-, zeilen- und seitengetreuen Umschrift versehen sind. Die FKA folgt damit streng der Form der Überlieferung und enthält sich jeden Eingriffs in den überlieferten Wortlaut; alle Texte werden den Originalen getreu mitgeteilt.

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  • ► mit Videointerview
    Nach der Edition des originalen (handschriftlichen) Kriegstagebuchs Ernst Jüngers aus dem Nachlaß im Deutschen Literaturarchiv Marbach (2010, 5. Auflage 2015) wurde 2012/13 eine historisch-kritische Ausgabe des auf dem Tagebuch beruhenden Kriegsbuchs »In Stahlgewittern« (1920) erarbeitet.

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  • ► mit Videolesung
    Am Lehrstuhl für Slavische Literaturwissenschaft des Slavischen Instituts der Universität Heidelberg wird eine neue vollständige, kommentierte deutsche Ausgabe der Werke von Isaak Babel vorbereitet (Prosa, Dramen, Drehbücher, Publizistik & weitere Texte). Sie erscheint unter der Herausgeberschaft von Urs Heftrich und Bettina Kaibach und wurde in enger Abstimmung mit dem 2013 verstorbenen Peter Urban konzipiert. Peter Urbans viel gelobte Übersetzung der Reiterarmee (die wir ebenso wie seine wegweisende Edition von Babels Tagebuch 1920 der Friedenauer Presse verdanken) wird durch Bettina Kaibachs Neuübersetzung von Babels übrigem Œuvre ergänzt. Die mittlerweile abgeschlossene Gesamtausgabe von Babels narrativer Prosa stellt die erste bedeutende Errungenschaft dieses Projekts dar (s. u.,  Bisherige Publikationen innerhalb des Projekts).

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  • In unmittelbarer Zusammenarbeit zwischen der Heidelberger Bohemistik und Institutionen in Prag und Stará Huť entsteht die erste zweisprachige Auswahl aus den Gedichten, die der tschechische Avantgardist Josef Čapek auf seiner Odyssee durch die deutschen Konzentrationslager schrieb. Die tschechischen Originalhandschriften, die aus dem KZ Sachsenhausen herausgeschmuggelt wurden, werden in der Ausgabe mit einer bis dahin noch nie erreichten Vollständigkeit als Faksimile wiedergegeben. Die Übertragung ins Deutsche besorgte Urs Heftrich. Das Buch erscheint im Herbst 2015 beim Arco Verlag.

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  • Die Karl-Jaspers-Gesamtausgabe (KJG) gliedert sich in drei Abteilungen – Werke, Nachlass, Briefe – und ist auf 50 Bände angelegt. In der ersten Abteilung (I,1–27) kommen alle von Jaspers zu Lebzeiten publizierten Texte letzter Hand zum Abdruck; die zweite (II,1–11) und dritte Abteilung (III,1–12) umfassen einschlägige postume Veröffentlichungen sowie in Auswahl weitere, bislang unpublizierte Nachlasstexte und Korrespondenzen.
    Die Bände sind einheitlich konzipiert und enthalten neben dem Jaspers-Textkorpus jeweils eine Einleitung sowie einen Stellenkommentar. Die Einleitung führt in die edierten Texte ein, verortet sie im Zusammenhang des Jaspers’schen Philosophierens und analysiert ihre Entstehungs- und Rezeptionsgeschichte. Der Kommentar belegt Zitate, erläutert die wichtigsten Textstellen, verweist auf Parallelen und bietet zusätzliche Hintergrundinformationen (Namen- und Sacherklärungen). Einleitung und Kommentar berücksichtigen relevante Sekundärliteratur, wobei der Stand der Forschung exemplarisch, nicht vollständig, abgebildet wird.

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  • ► mit Videointerview
    Friedrich Nietzsche (1844–1900) gehört zu den zentralen und wirkungsmächtigsten Denkerpersönlichkeiten der Moderne. Eine fast unüberschaubare Flut von Publikationen beschäftigt sich mit seinem Werk, das fundamentale Bedeutung nicht nur für die philosophische Diskussion, sondern auch für die Literatur, Anthropologie, Psychologie, Religions- und Kulturkritik hat. Umso erstaunlicher ist es, dass es bis heute keinen übergreifenden Kommentar zu seinem Gesamtwerk gibt, der die philosophischen, historischen und literarischen Voraussetzungen aufarbeitet und die Wirkungsgeschichte der von Nietzsche publizierten Bücher erschließt. Diese Lücke ist auch dadurch bedingt, dass die Nietzsche-Forschung schon seit dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts den Nachlass überbewertete und die von Nietzsche selbst veröffentlichten Bücher vernachlässigte. Die Nachberichtsbände der Historisch-kritischen Ausgabe von Giorgio Colli und Mazzino Montinari, die aufgrund der editionsphilologischen Schwerpunktbildung im Bereich der Kommentierung bewusst zurückhaltend bleiben, bieten nur wenige Hinweise. Umso dringlicher ist angesichts von Nietzsches exzeptioneller Wirkung die Erarbeitung eines wissenschaftlichen, interdisziplinär fundierten Basiskommentars zu Nietzsches Werken.

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  • Das Projekt wird ein bislang nur auszugsweise bearbeitetes Korpus von Dokumenten und Texten zur Religions- und Rechtsgeschichte des vormodernen Nepals erschließen und dieses in gedruckter wie in digitaler Form (Datenbank) zugänglich machen.

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  • Es handelt sich um die international erste umfassende zweisprachige Werkausgabe eines der bedeutendsten tschechischen Lyriker des zwanzigsten Jahrhunderts.

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